Rolläden und Tore für Hausratsversicherung

Gut abgesichert mit der Hausratversicherung: Oder doch nicht?

Eine Hausratversicherung sollte für jeden Immobilien-Eigentümer verpflichtend sein. Das Inventar einer Wohnung wird gegen Hagel, Sturm, Leitungswasser, Feuer, Vandalismus, Raub und Einbruchdiebstahl abgesichert. Verbundene Kosten wie zum Beispiel für Aufräumarbeiten und Hotelunterkünfte werden ebenfalls übernommen. Die Hausratversicherung übernimmt die Kosten aber nur dann, wenn tatsächlich Hausrat betroffen ist. In der Garage lagernde Autoreifen fallen beispielsweise nicht darunter. Doch was passiert eigentlich, wenn der Eigentümer Garagentore oder Rollläden nicht ordentlich verschlossen hat?

Garagentore und Rollläden: Hausratversicherungen zahlen nicht immer

Wenn der Schadensfall eintritt, muss eine Hausratversicherung die Schäden an gestohlenen und beschädigten Hausrat-Gegenständen begleichen. Dies gilt aber nicht immer. Der Schadensfall tritt nur dann ein, wenn den Eigentümer bzw. den Mieter der Immobilie kein Verschulden trifft. Offene Fenster, Türen und Garagentore führen zu einem Verschulden des Mieters bzw. Eigentümers, sodass die Hausratversicherung die angefallenen Schäden nicht übernehmen muss. Garagentore, Türen und Fenster sollten geschlossen werden, sobald eine nennenswerte räumliche Distanz zur Immobilie entsteht. Einbrecher beobachten ihre Einbruchsobjekte regelmäßig über einen längeren Zeitraum und brechen auch dann ein, wenn der Hauseigentümer beim Einkaufen, im Schwimmbad oder auf der Arbeit ist. Immobilien sollten demzufolge auch dann verschlossen werden, wenn das Haus lediglich für einen kurzen Zeitraum verlassen wird.

Auf den Versicherungsvertrag achten!

Ob eine Hausratversicherung Schäden übernehmen muss, hängt maßgeblich vom Versicherungsvertrag ab. In diesem können Versicherungsgesellschaft und Versicherungsnehmer individuelle Regelungen treffen. Einige Versicherer verlangen, dass Rollläden während längerer Urlaubsaufenthalte geschlossen werden. Andere Versicherer möchten ein solches Vorgehen unterbinden, da sie der Meinung sind, dass tagelang geschlossene Rollläden eine Signalwirkung besitzen und auf Einbrecher wie Magneten wirken. Einige Versicherungsverträge enthalten Vereinbarungen, welche Hochschiebesicherungen für Rollläden vorschreiben. Diese Vereinbarungen dürfen keinen 100-prozentigen Schutz vor Einbrechern fordern, da dieser selbst mit professionellen Systemen unmöglich gewährleistet werden kann. Generell gilt, dass eine Hausratversicherung nur dann für Schäden aufkommt, wenn Einbrecher mit speziellen Werkzeugen oder Gewalt eingedrungen sind und der Einbruch nicht durch ein fahrlässiges Verhalten des Hauseigentümers bzw. Mieters ermöglicht wurde. Im Einzelfall sollten die getroffenen Vereinbarungen im jeweiligen Versicherungsvertrag eingesehen werden.

 
 

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